Fahrzeuge: Moderne Gussverfahren aus Aluminium und Magnesium

Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Druckgießverfahren erstmals in den USA industriell zur seriellen Herstellung verschiedener Formteile verwendet. Man kannte es unter den Namen Pressguss oder auch Fertigguss. Heute ist es als Druckguss bekannt und wird vielfältig zur Produktion von leichten aber dennoch robusten Bauteilen z.B. für die Fahrzeugindustrie genutzt. Vorteil dieses Verfahrens ist es, dass große Serien und auch die Massenproduktionen von Konstruktionsteilen möglich sind.

Durch den Einsatz von Dauerformen entfällt, anders als bei herkömmlichen Gussverfahren, der ständige Prozess der erneuten Formherstellung. Die Permanentformen können immer wieder verwendet werden um gleiche Bauteile einer Serie herzustellen. Verwendet werden, in der Regel, metallische Werkstoffe, deren Schmelzpunkte relativ niedrig sind. Durch die Beimischung besonderer Komponenten (Silizium, Kupfer, Zink, Magnesium), die sich auf den Werkstoff und dessen Eigenschaften, sowohl im Produktionsprozess als beim fertigen Produkt günstig auswirken, ist es möglich die Qualität und die Gebrauchseigenschaften des Endproduktes zu optimieren. Beim Druckgussverfahren wird die metallische Schmelze unter sehr hohem Druck und mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Gussform gepresst, wo sie dann erkaltet und erstarrt. Maßgebend für die sehr genaue Konturenwiedergabe ist die Druckwirkung und Geschwindigkeit, mit der die metallische Schmelze selbst in feinste Kanäle (Querschnitte) gepresst wird.

Die Beimengung von Silizium zu einer Aluminiumschmelze beeinflusst das Fließverhalten günstig. Sind auch noch Kupfer oder Zink in der Schmelze führt die Beimengung von Magnesium zu einer größeren Härte und dadurch zur besseren Bearbeitbarkeit, wobei sich die Anwesenheit von Magnesium nicht nachteilig auf das Korrosionsverhalten auswirkt. Aluminium und Magnesium sind die Metalle, die für die Automobilindustrie immer interessanter werden. Auf Grund ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften, wie geringes Gewicht und Korrosionsbeständigkeit werden schon heute aus ihnen viele Bauteile, wie Ölwannen, Getriebe- und Kupplungsgehäuse, Zylinderkopfhauben, Strukturteile, Hinterradschwinge beim Motorrad und vieles anderes mehr, für die Fahrzeugindustrie gefertigt. Der Druckguss ist durchaus gut geeignet für die Herstellung sicherheitsrelevanter Bauteile aus Aluminium und Magnesium.

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